„Die Akte Aluminium“ der Film

Verfasst von Bert Ehgartner. Veröffentlicht in Al-ex Institut

Aluminium ist das wohl eigenartigste und potenziell gefährlichste Element unserer Erde. Vom kleinsten Bakterium bis zum Menschen ist kein einziger biochemischer Mechanismus bekannt für den Aluminium gebraucht würde. Bevor wir vor etwa 120 Jahren damit begonnen haben, das Leichtmetall mit enormem Einsatz von Chemikalien und Energie zu gewinnen, war es für das Leben nicht verfügbar. Heute ist es allgegenwärtig und erst langsam erkennt die Wissenschaft, welchen hyperaktiven „Alien“ wir da aus dem Boden geholt haben.

Auf das Thema Aluminium stieß ich vor mehr als zehn Jahren bei einer Recherche zur Sicherheit von Impfungen. Damals haben die Gesundheitsbehörden die Zugabe von toxischem Quecksilber verboten, das einigen Impfstoffen als Konservierungsmittel beigesetzt war. Etwa zwei Drittel aller Impfungen enthalten jedoch eine weitere problematische Metall-Verbindung: nämlich Aluminium.

Ich befragte Mediziner nach den Wirkmechanismen dieses Hilfsstoffes. Doch niemand konnte mir das im Detail erklären. Aluminium sei eben das „Dirty Little Secret“ – das „schmutzige kleine Geheimnis“ – der Immunologie, hieß es. Seit mehr als 80 Jahren wird es in Impfungen verwendet. Keiner weiß genau wie es wirkt. Doch wenn man es weg lässt, funktionieren die meisten Impfungen nicht mehr.

Damit war meine Neugier geweckt und ich habe mich tief ins Thema eingelesen. Dabei stieß ich auf das wohl eigenartigste und faszinierendste Element unserer Erde. Ein Element, das noch vor hundert Jahren praktisch unbekannt war und heute unser Leben in vielen Bereichen begleitet. Nicht nur als vielfältig eingesetzter Werkstoff, sondern ebenso als Zusatz in Kosmetikprodukten, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Wir leben im Zeitalter des Aluminiums.

Doch wie es scheint haben wir das Leichtmetall unterschätzt. Neben der glänzenden Oberfläche hat das chemische Element eine dunkle Seite, die bislang nur in Ansätzen erforscht ist. Der Film ist also auch eine Entdeckungsreise zu den problematischen und gefährlichen Eigenschaften dieses häufigsten Metalls der Erdkruste.

Mein Film "Die Akte Aluminium" führt auf zwei Ebenen in die Welt von Aluminium. Zum einen zeigt ein Handlungsstrang dessen Herstellung – vom Abbau des Bauxit-Erzes bis zur Aluminium-Schmelze – in eindrucksvollen Bildern. Das Aluminium-Business ist einer der am stärksten globalisierten Sparten der Weltwirtschaft. Im Herstellungsprozess springen wir deshalb von einem Kontinent zum anderen: Gefördert wird das Erz vor allem im Tropengürtel der Erde. Geschmolzen wird Aluminium in Ländern die über billige Energie verfügen. Zu Endprodukten verarbeitet wird es dann in den Walzwerken und Gießereien der ersten Welt. Hier wird auch der Großteil der Gewinne gemacht. Einige wenige Großkonzerne beherrschen den Weltmarkt.

Aluminium macht in jeder Herstellungsphase enorme Umweltprobleme. Im Film porträtieren wir die Bedingungen im Bauxit-Abbau, in der Alum-Raffinerie, bei der Elektrolyse und zeigen auch die Lebensbedingungen der Anrainer, sowie Opfer der Rotschlamm-Katastrophe von 2010 in Ungarn.

Die Herstellung des Leichtmetalls vom Erz zum Endprodukt fungiert dramaturgisch als roter Faden im Film. Als zweiter Handlungsstrang entwickelt sich daneben die Suche nach den gesundheitlichen Aspekten von Aluminium.

Unser Haupt-Protagonist ist Christopher Exley, Professor für bioanorganische Chemie an der englischen Keele-University, der in der internationalen wissenschaftlichen Community als „Mister Aluminium“ gilt. Seit den 1980er Jahren befasst sich Exley mit den Auswirkungen dieses chemischen Elementes auf die Gesundheit von Tier und Mensch. Seine Arbeitsgruppe in Keele gilt als die produktivste Forschungseinrichtung auf diesem Fachgebiet. Wir begleiten den smarten Endvierziger, der die zehn Meilen zu seiner Universität zu jeder Jahreszeit mit dem Fahrrad zurück legt. Erste intensive Bekanntschaft mit dem Thema Aluminium machte Exley bei seiner Dissertation, die mit der Frage begann, warum in schottischen Lachsfarmen plötzlich die Jungfische starben. Exley geht verschiedenen anderen Forschungsfragen nach und führt uns damit zum Zusammenhang von Aluminium und Alzheimer. Exley war wissenschaftlicher Gutachter beim so genannten „Camelford-Incident“, als ein Wasserwerk Aluminium-verseuchtes Trinkwasser auslieferte. Für uns ist er der Haupt-Charakter, der uns eloquent und lebendig in die Materie einführt und dem wir als Zuschauer bei seiner Entdeckungsreise folgen.
Neben Exley kommen noch andere Wissenschaftler vor, die jeweils bestimmte Forschungsfragen klären.

Alle Ergebnisse liefern Indizien für die Kernthese des Filmes, dass Aluminium eine wichtige Ursache für den Anstieg verschiedener Zivilisationskrankheiten wie Alzheimer, Brustkrebs, sowie diverser Allergien und Autoimmunkrankheiten ist. Der Film zeigt aber auch den Widerstand, der diesen Erkenntnissen entgegen gesetzt wird. Zum einen von der Aluminium-Lobby, die ein ähnliches Schicksal fürchtet wie die Tabak-Industrie und deshalb die Aufklärung der Zusammenhänge behindert.
Zum anderen geschieht der Widerstand aber auch aus echter Sorge, dass z.B. die Entfernung von Aluminium-Zusätzen aus Impfungen deren Wirksamkeit beeinträchtigen könnte, so dass besiegt geglaubte Krankheiten zurück kehren könnten. Oder dass die Vermeidung von Aluminiumzusätzen in der Aufbereitung von Trinkwasser schwere hygienische Probleme bereitet.

Der Film bringt Informationen nicht im Stil einer Anti-Aluminium Kampagne, sondern nennt auch Argumente die für einen verantwortungsvollen Einsatz sprechen. So gibt es sehr wohl Aufforstungsprojekte in ehemaligen Bauxit-Minen, die funktionieren. Kaum ein Werkstoff ist besser zu recyclen und so vielseitig anwendbar. Die Botschaft des Filmes ist jedoch ganz klar, dass wir derzeit keinen verantwortungsvollen Umgang mit Aluminium pflegen, und sowohl Behörden als auch Industrie aufgefordert sind, ihre Verantwortung wahr zu nehmen und für sichere Kosmetika, Medikamente und Lebensmittel zu sorgen. 

Das Thema des Filmes ist hoch brisant – angesichts einer in der Medizingeschichte noch nie da gewesenen Rate chronisch kranker Menschen. Der Film bietet neue wissenschaftlich fundierte Antworten, die in dieser Form noch nie präsentiert wurden.

Wie Sie den Film bestellen, eine Vorführung organisieren oder im Schulunterricht verwenden können, erfahren Sie auf der Webseite zum Film

 

von Bert Ehgartner

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